Übergangsstufen im sächsischen Dialekt
Es gibt wohl kaum einen Dialekt, der gleichzeitig so geliebt und gehasst wird wie der sächsische Dialekt. Aber wenn man dem sächsischen Dialekt eine Weile zuhört, zeigt sich eigentlich erst der ganze Charme dieses Dialektes. Und auf der anderen Seite wird aber auch schnell klar, dass es den sächsischen Dialekt eigentlich nicht gibt. Stattdessen gibt es mehrere Übergangsstufen im sächsischen Dialekt.
Viele Thüringer werden jetzt ganz vehement mit dem Kopf schütteln, wenn sie erfahren dass auch ihr Dialekt zu den sächsischen Dialekten gehört. Auf jeden Fall gehört das Sächsische mit zu der Mitreldeutschen Sprache. Gesprochen wird es traditionell natürlich in den sächsischen Ländern, aber auch in Thüringen und in verschiedenen Teilen von Sachsen-Anhalt. Sogar im südöstlichen Niedersachsen wird gesächselt. Ein gutes Beispiel dafür ist der Landkreis Osterode im Harz. Wen es wirklich interessiert, der kann mehr zum Thema Sprache auf oek.at erfahren. Auch wenn es im ersten Moment ein wenig widersprüchlich klingt, dass ausgerechnet auf einer österreichischen Seite über den sächsischen Dialekt gesprochen wird, hat das seine Berechtigung. Jeder der daran zweifelt, muss sich nur einmal die Sprache in Österreich genauer anhören. Schon bei einem flüchtigen Hinhören, lässt sich die Verwandtschaft mit dem sächsischen oft nicht verheimlichen. Aber ein Wunder ist das natürlich auch nicht.
Gerade in Zeiten, als die Grenzen noch nicht so festgelegt waren, haben sich ganze Dörfer auf die Wanderung gemacht, um irgendwo anders ihr Glück zu suchen. So haben sich im Mittelalter viele Dialekte vermischt und bis heute gibt es Übergangsstufen. Manchmal wechselt der Dialekt von einem Dorf bis zum nächsten Dorf. Es gibt aber auch Landstriche, in denen die Übergangsstufen mehr fließend sind. Das trifft vor allem dort zu, wo größere Städte oder viel Industrie anzutreffen sind. Hier haben sich die Menschen mehr vermischt und die Dialektübergänge sind nicht so deutlich.
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